Das Wichtigste in Kürze
260 Kilometer östlich von Kathmandu sind frühkindliche Förderung oder guter Grundschulunterricht schwer zu finden. In der bergigen und isolierten Projektregion kann jeder vierte Mensch weder lesen noch schreiben– bei den Mädchen und Frauen sind es sogar über 34%. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung lebt in bitterer Armut und ein Grossteil der Familien ist abhängig von zunehmend ausbleibenden Geldüberweisungen aus der Arbeitsmigration.
Trotz hoher Einschulungsquote und obwohl die Kinder zur Schule gehen, erreichen nur 45% der Schulkinder ein kompetentes Sprachniveau in Lesen und Schreiben. Auch beim Rechnen besteht Handlungsbedarf: nur gerade 28% erreichen das klassengerechte Niveau im Fach Mathematik. Das sind keine guten Nachrichten – weder für die einzelnen Kinder noch für die Region.
Mit dem Projekt «EQUAL I» setzt CO-OPERAID bei den Ursachen an: mangelhafte Unterrichtsqualität wegen veralteter Unterrichtsmethoden, schlechtes Schulmanagement, unsystematischer Einbezug der Eltern und vernachlässigte, einsturzgefährdete Schulinfrastruktur und Sanitäranlagen. Das Projekt schafft sichere Lernräume, funktionierende Sanitäranlagen, spannenden, kindgerechten guten Unterricht und führt damit zu besseren Lernresultaten, verbesserter emotionaler Kompetenz und gestärkter Resilienz der Schulkinder– dort, wo staatliche Mittel dafür strukturell nicht ausreichen.
Ziele des Projektes Projektes «EQUAL I»
1. Kinder lernen in kindgerechten, gut geführten Schulen
Weiterbildungen für Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulmanagementkomitees, Mitglieder von Eltern und Lehrergruppen in Führung, Schulentwicklung, Ressourcenmobilisierung, frühkindlicher Entwicklung und kindzentrierter Didaktik. Ausrüstung von 31 Klassenzimmern mit altersgerechten Lernmaterialien und Sitzgelegenheiten, Schaffen von sechs Computerecken, Fachweiterbildung für 12 Lehrkräfte in IT-Anwendung und Didaktik, regelmässige Elterntreffen an allen Schulen.
2. Schulen bieten sichere, kinder- und geschlechtergerechte Infrastruktur
Sanierung von 25 einsturzgefährdeten Klassenzimmern und Bau eines Schulgebäudes, Konstruktion zweier Toilettenanlagen, Sanierung von drei bestehenden. Installation von fünf Trinkwassersystemen, Anlegen von ökologischen Schulgärten und Schulung für Hausgärten, Gründung, Begleitung und Stärkung von Instandhaltungskomitees zum nachhaltigen Betrieb und Unterhalt der Schulinfrastruktur.
3. Kinder und Jugendliche zeigen gestärkte emotionale Kompetenzen und Resilienz und die Schulen verfügen über psychosoziale Beratung
Aktive Kinderclubs und Mädchengruppen werden ergänzt durch altersgerechte Schulungen zu Selbstvertrauen, Selbstwahrnehmung, Empathie, Konfliktfähigkeit für Schulkinder. Dazu kommen Elternworkshops. Die Lehrkräfte werden geschult in ganzheitlicher Kindesentwicklung und psychosozialer Beratung und 28 Trainerinnen für sozial-emotionales Lernen ausgebildet.
Lokales Partnerhilfswerk
EcoHimal Nepal ist eine 2009 gegründete nationale Nichtregierungsorganisation, die sich der nachhaltigen Entwicklung durch Gemeinschaftsbefähigung in den ländlichen Berggebieten Nepals verschrieben hat. EcoHimal Nepal arbeitet gemeinsam mit lokalen Basisinitiativen und Dorfgemeinschaften an der nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen. Im Rahmen von «EQUAL I» übernimmt EcoHimal die Rolle der lokalen Trägerorganisation. Die Organisation hat ein ausgewiesenes Portfolio an erfolgreich implementierten Projekten und ist lokal sehr gut vernetzt, was für die Umsetzung des Projekts von grossem Vorteil ist.
Häufige Fragen
Das Projekt «EQUAL I» dauert vom 1.1.2027 bis zum 31.12. 2029. Es ist die erste Projektphase, die auf die Erfahrungen eines 2026 vorlaufenden Pilotprojektes in derselben Projektregion aufbaut.
«EQUAL I» wirkt an elf staatlichen Grundschulen mit den Stufen frühkindliche Förderung, Primar- und Sekundarschule in der Gemeinde Aiselukhara im ostnepalesischen Distrik Khotang– allesamt Schulen mit vernachlässigter Infrastruktur, Managementdefiziten, Lerndefiziten durch veraltete Unterrichtsmetho-den und einem schlecht erschlossenen Einzugsgebiet mit überproportionaler Armut.
In der bergigen und isolierten Projektregion kann jeder vierte Mensch weder lesen noch schreiben– bei den Mädchen und Frauen sind es sogar über 34%. Trotz hoher Einschulungsquote und obwohl die Kinder zur Schule gehen, erreichen nur 45% der Schulkinder ein kompetentes Sprachniveau in Lesen und Schreiben. Auch beim Rechnen besteht Handlungsbedarf: nur gerade 28% erreichen das klassengerechte Niveau im Fach Mathematik. Das möchten wir mit Ihrer Hilfe ändern.
Ihre Spende ermöglicht knapp 800 Kindern gutes, stufengerechtes Lernen an sicheren und kindgerechten Schulen mit intakten Sanitäranlagen und Trinkwasserversorgung. Sie ermöglichen ein besseres Schulmanagement, Elterneinbezug, aktuelle und kindgerechte Unterrichtsmethoden und psychosoziale Unterstützung wo nötig. Sie sorgen für motivierte Lehrkräfte, die weit über die Projektdauer hinaus guten Unterricht leisten für Kinder, die tatsächlich etwas lernen.
Während der drei Jahre Projektdauer von «EQUAL I» werden die lokalen Gemeinschaften befähigt, ihre Dorfschulen nach Projektende gut zu führen und die Ressourcen für die nötigen Instandhaltungen lokal zu mobilisieren.
- Die lokalen Gemeinschaften haben gelernt, wie sie ihre Schulen gut führen und in Schuss halten und die dafür nötigen Gelder lokal einwerben.
- Ein systematisierter Elterneinbezug über 3 Jahre sorgt für familiäre Lernunterstützung auch nach Projektende.
- Die Weiterbildung der Lehrkräfte sorgt auch nach Projektabschluss für eine verbesserte Unterrichtsqualität – für Generationen von Schulkindern.
- Die ausgewählten Dorfschulen sind staatliche Schulen und werden vom Staat weiterbetrieben. Die während der Projektlaufzeit erzielten Fortschritte wirken weiter.