Nepal - Pilotprojekt Grundschule

Grundschule Nepal

Im abgelegenen Ward Nr. 2 (Bakachol) der Gemeinde Aiselukharka im Distrikt Khotang, Koshi-Provinz, Ostnepal, besuchen 378 Kinder und Jugendliche fünf öffentliche Schulen – unter schwierigen Bedingungen. Denn die Lehrkräfte werden kaum weitergebildet, der Unterricht bleibt lehrerzentriert und praxisfern, frühkindliche Bildungsangebote sind unzureichend. Strukturierte Lebenskompetenzen-Programme, psychosoziale Unterstützung und altersgerechte Gesundheitsbildung fehlen weitgehend. Die physische Lernumgebung ist in schlechtem Zustand: beschädigte Klassenzimmer, kaum Mobiliar, und weniger als 40 % der Schülerinnen und Schüler haben Zugang zu funktionierenden Sanitäreinrichtungen. Für Mädchen fehlen sichere Sanitäroptionen fast vollständig. Dies führt zu Fehlzeiten und Schulabbrüchen, besonders bei Mädchen und Kindern mit Behinderung.

 

Im Mittelpunkt stehen deshalb die 378 Schülerinnen und Schüler aus fünf öffentlichen Schulen: 46 Vorschulkinder, 187 Primarschüler/-innen und 145 Jugendliche. Besonders gefördert werden Mädchen, Kinder aus marginalisierten ethnischen Gruppen sowie Kinder mit Behinderungen – Gruppen, die von den beschriebenen Mängeln überproportional betroffen sind. Ebenfalls einbezogen: 51 Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulverwaltungskomitees,-Mitglieder der Elterngruppen (PTAs) sowie lokale Behörden.

 


10 Kindergarten und 15 Primarlehrkräfte werden in inklusiver, schülerorientierter und ICT-gestützter Pädagogik ausgebildet und durch Mentoring und Peer-Learning begleitet. Fünf Kindergarten-Klassenräume mit altersgerechten Lernmaterialien ausgerüstet. Alle Schulleitung, Mitglieder der Schulverwaltungskomitees und PTA werden in Schulführung und Elterneinbindung geschult. Zudem werden strukturierte Lebenskompetenz-programme für 332 Kinder und Jugendliche in 25 Blöcken unterrichtet, 25 Lehrpersonen als psychosoziale Anlaufstellen ausgebildet und drei Mädchengruppen gegründet. 15 Lehrkräfte erhalten Input zu Adoleszenz und sexueller Gesundheit. Für die Jugendlichen der Klassen 8-10 gibt es Berufsberatung.

Mindestens 10 Klassenzimmer werden saniert – Böden, Fenster, Türen, Beleuchtung, Belüftung und mit kindgerechten Möbeln ausgestattet. Fünf ICT-Lernecken mit Smartboards und 48 Whiteboards werden eingerichtet. Drei Schulgärtenmit Gewächshäusern stärken Ernährungskompetenz und praktisches Lernen. An vier Schulen werden die Toilettenanlagen renoviert oder neu gebaut, Handwaschstationen installiert und die Trinkwasserversorgung sichergestellt – nach nationalen WASH- Standards mit geschlechter- und behindertengerechten Designs. In allen fünf Schulen werden WASH-Komitees verankert und in betrieb und Unterhalt der Einrichtungen geschult. 



Das Pilotprojekt dauert vom März bis Dezember 2026. Mit diesem Pilotprojekt wird eine mögliche längere Zusammenarbeit für ein reguläres Grundschulprojekt in abgelegenen Bergregionen Nepals evaluiert.

Die Partnerorganisation Eco Himal Nepal ist eine 2009 gegründete, nepalesische NGO, deren Ziel die Stärkung der Bevölkerung in besonders abgelegenen, bergigen Gegenden ist. Aktuell laufende Projekte fokussieren vor allem auf Gesundheit, landwirtschaftliche Entwicklung, Hygiene und Bildung. Dabei ist partizipatives Vorgehen der Kern der Organisation.

Alle Massnahmen sind in die Schulentwicklungspläne der ausgewählten Projektschulen eingebettet. Ausgebildete Schlüssel-Lehrkräfte, funktionierende WASH-Komitees und gestärkte Schulgärten sichern den Betrieb über das Projektende hinaus. Die Infrastruktur wird formal an die Gemeindeverwaltung übergeben; Schulen und Gemeinden tragen die Verantwortung von Beginn an mit.

Projektpartner ECO Himal Nepal

Die Partnerorganisation Eco Himal Nepal ist eine 2009 gegründete, nepalesische NGO, deren Ziel die Stärkung der Bevölkerung in besonders abgelegenen, bergigen Gegenden ist. Aktuell laufende Projekte fokussieren vor allem auf Gesundheit,-Hygiene oder Grundschule. Dabei ist partizipatives Vorgehen die DNA der Organisation.