Kambodscha: Guter Kindergarten- und Primarschulunterricht

Schulkinder in Kambodscha

Insbesondere Schulen mit einem hohen Anteil stark armutsbetroffener Schülerinnen und Schüler schaffen es kaum, guten Unterricht zu garantieren und erfolgreiche Schulkarrieren zu ermöglichen. In Kambodscha macht es deshalb Sinn, Schulen mit dem schlechtesten Leistungsausweis gezielt unter die Arme zu greifen. Mit dem Projekt «Komar An III» in Sameakki Mean Chey tun wir genau das.

CO-OPERAID verbindet das didaktische Engagement für bessere Schulen mit wirkungsvoller Hilfe für die Ärmsten. Wir verbessern Schulen und Kindergärten mit einem ganzheitlichen Ansatz: Einerseits wird in die Infrastruktur und Ausstattung investiert. Anderseits führen massgeschneiderte Weiterbildungen für die Lehrkräfte zu kinderfreundlicher Unterrichtsmethodik und der systematische Einbezug von Schulmanagement und Eltern für wirkungsvolle Verbesserungen. Bei alledem achten wir auf gezielte Unterstützung der schwächsten SchülerInnen und der ärmsten Familien. Damit der Schulweg für die Kinder bewältigbar und lernen überhaupt möglich wird und die Kinder die dafür nötige Unterstützung bekommen.


Computer Unterricht Kambodscha

Jährliche Schuleinschreibekampagnen werden verbunden mit gezielter Unterstützung der ärmsten Familien durch finanzielle Zuschüsse, die an den regelmässigen Unterrichtsbesuch der Kinder geknüpft sind. 

Ermöglicht wird Nachhilfe und Stützunterricht in zentralen Fächern wie Khmer oder Mathematik und die gezielte fachliche und didaktische Weiterbildung aller Lehrkräfte. Geplant ist zudem der Neubau von vier Kindergärten, die kindergerechte Ausstattung von 13 Kindergärten und 9 Primarschulen mit Spiel-, Lehr- und -Lernmaterialien. Das Projekt sorgt für funktionale Wasserstationen und Stromanschlüsse an allen Schulen und Kindergärten, Computerlabs an allen Primarschulen und Verbesserungen der Spiel- und Sportfelder. 

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Schulmanagement Training Kambodscha

Geplant sind einerseits Managementschulungen für die Schulleitungen und die Mitglieder der Schulkomittees, die in der Erarbeitung und Umsetzung eines Schulentwicklungsplanes münden. Die Komittees stellen zudem die enge Begleitung und wo nötig Unterstützung von Familien sicher, deren Kinder häufig in der Schule fehlen und/oder schlechte Leistungen erbringen.


Eine Stimme aus dem Hilfsprojekt in Kambodscha

Chansy Schülerin Kambodscha

«Ich besuche die dritte Primarschulklasse. Ich lerne gerne und strenge mich an, damit ich eine gute Schülerin bin. Meine Eltern ermutigen mich immer und schicken mich regelmässig in den Unterricht. Sie arbeiten als Bauern und Fischer und können selber weder lesen noch schreiben. Eines meiner Lieblingsfächer ist der Unterricht in der neuen Bibliothek. Ich freue mich, wenn ich Bücher ausleihen und mit nach Hause nehmen darf! Ich schaue sie dann nicht nur selber gerne an, sondern bringe damit auch meinem kleinen Bruder das Lesen bei. Und meinen Eltern erzähle ich die Geschichten.»

Sean Chansy, 10 Jahre

Das Projekt «Komar An III» dauert vom 1.1.2027 bis zum 31.12. 2029. Es ist die letzte Projektphase eines insgesamt elfjährigen Engagements und damit beendet CO-OPERAID seinen Einsatz in der Provinz Kampong Chnang. 

«Komar An III» wirkt an neun Primarschulen und 13 Kindergärten im Distrikt Semeakki Mean Chey – allesamt Schulen mit schlechten Lernergebnissen, Managementdefiziten und einem Einzugsgebiet mit überproportionaler Armut.

Etwa 15% der schulpflichtigen Kinder gehen an den neun für das Projekt ausgewählten öffentlichen Schulen nicht zur Schule - ein zu weiter Schulweg oder die Kosten für den Schulbesuch führen dazu. Und fast 60% besuchen keinen Kindergarten – was ihnen den Schuleinstieg und Erfolg erschwert. Die Schulabbruchquoten sind hoch und die Schulleistungen vieler Kinder schlecht. Das möchten wir mit Ihrer Hilfe ändern.

Ihre Spende ermöglicht den regelmässigen Schulbesuch für 1‘800 oft armutsbetroffene Schul- und Kindergartenkinder. Ihre Spende ermöglicht bessere Lernleistungen und Resultate dieser Kinder und sorgt dafür, dass sie mit Freude lesen, schreiben und rechnen lernen. Sie legen ein gutes Fundament für die Zukunft der Kinder und sie sorgen für motivierte Lehrkräfte, die weit über die Projektdauer hinaus guten Unterricht leisten.

Während der neun Jahre der gesamten Projektdauer von «Komar An» konnten Einschulung, Durchschulungsrate, Unterricht und Lernergebnisse an insgesamt 29 Primarschulen und 39 Kindergärten nachhaltig verbessert werden. 

  • Die lokalen Gemeinschaften haben gelernt, wie sie ihre Schulen in Schuss halten und die dafür nötigen Gelder lokal einwerben.
  • Die Weiterbildung der Lehrkräfte sorgt auch nach Projektabschluss für eine verbesserte Unterrichtsqualität – für Generationen von Schulkindern
  • Die geförderten Schulen sind öffentliche Schulen und werden vom Staat weiterbetrieben. Die während der Projektlaufzeit erzielten Fortschritte wirken weiter.
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