Kambodscha: Schulen für Kinder armer Bauern

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Über das Hilfsprojekt für Kinder in Kambodscha


Mit dem Hilfsprojekt «Vieng Vey» verbessert CO-OPERAID die Grundbildung für die Kinder armer Bauernfamilien im Distrikt Teuk Phos in Kambodscha. Die meisten Menschen im Einzugsgebiet der Schulen sind arme Reisbauern. Ihre Felder können die Ernährung der Familie kaum sichern. Aus diesem Grund gehen viele Eltern zusätzlicher Gelegenheitsarbeit nach und die Kinder müssen zuhause und auf dem Feld mitarbeiten. Die Schule hat oft nur geringe Priorität. Auch die Kosten für Schulmaterialien und der lange Schulweg sind Gründe, aus denen die Schulkinder den Unterricht unregelmässig besuchen und die Schule sogar vorzeitig abbrechen. Mit Einkommensprojekten für die ärmsten Familien stärkt das Hilfsprojekt die ökonomische Situation der Bauern. Dazu sensibilisiert es für den Wert der Bildung, erleichtert den Zugang durch die Abgabe von Fahrrädern und Schulmaterialien und verbessert die Infrastruktur. Weiterbildungen für die Schulleitung und die Lehrerschaft verbessern die Qualität des Unterrichts mit dem Ziel einer kinderfreundlichen Schule, an der die Schüler/innen mit Freude lernen.

Begünstigte des Hilfsprojektes in Kambodscha


950 Kinder

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2 Kindergärten

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2 Primarschulen

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2 Sekundarschulen

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Ziele des Hilfsprojektes in Kambodscha


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Kinderfreundliche Schulen

Im Rahmen des Hilfsprojektes für Kinder armer Bauern in Kambodscha werden zusätzliche Schulgebäude gebaut und die Schulumgebung wird gestaltet. Die Schulen werden mit Unterrichts- und Büromaterialien, Pulten, Bänken, Bücherregalen, Klassen-Bibliotheken und Computern ausgestattet.

Schulen erreichbar machen

Viele Kinder aus der Projektregion wohnen zu weit weg von der nächsten Schule, um den Schulweg täglich zu Fuss bewältigen zu können. Schulbusse gibt nicht. Um die Schulen auch für diese Kinder erreichbar zu machen, erhalten sie Fahrräder.

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Sicherung des Grundeinkommens der ärmsten Familien

Die ärmsten Familien der Gemeinden realisieren landwirtschaftliche Einkommensprojekte zur Verbesserung ihrer Lebenssituation. Sie werden von der Partnerorganisation individuell beraten und begleitet.

Verbesserte Unterrichtsqualität

Schulleitungen und Lehrerschaft werden weitergebildet, so dass die Unterrichtsqualität steigt. Ausserdem erhalten die Kinder Schuluniformen und Schulmaterial, damit sie aktiv am Unterricht teilnehmen können.

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Eine Stimme aus dem Hilfsprojekt in Kambodscha


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«Ich besuche die dritte Primarschulklasse. Ich lerne gerne und strenge mich an, damit ich eine gute Schülerin bin. Meine Eltern ermutigen mich immer und schicken mich regelmässig in den Unterricht. Sie arbeiten als Bauern und Fischer und können selber weder lesen noch schreiben. Eines meiner Lieblingsfächer ist der Unterricht in der neuen Bibliothek. Ich freue mich, wenn ich Bücher ausleihen und mit nach Hause nehmen darf! Ich schaue sie dann nicht nur selber gerne an, sondern bringe damit auch meinem kleinen Bruder das Lesen bei. Und meinen Eltern erzähle ich die Geschichten.»

Sean Chansy, 10 Jahre

Häufige Fragen


Das Hilfsprojekt wurde im Januar 2018 gestartet und wird im Dezember 2020 abgeschlossen.

Das Hilfsprojekt für arme Bauernkinder wird in dem unterentwickelten Distrikt Teuk Phos in der Provinz Kampong Chhnang im Herzen Kambodschas durchgeführt.

Die Partnerorganisation für das Hilfsprojekt in Kambodscha ist SOFDEC, die 2006 als eigenständige kambodschanische NGO gegründet und registriert wurde. SOFDEC will den Lebensstandard der Menschen in den ländlichen Projektgebieten rund um die Provinz Kampong Chnang erhöhen. Dies durch Einkommensförderung, umweltfreundliche Landwirtschaftsmethoden, Mikrofinanzen, Entwicklung der personellen Ressourcen sowie nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen.

Mit dem Hilfsprojekt «Vieng Vey» fördert CO-OPERAID die Grundbildung von rund 4‘500 Kindern aus armen Bauernfamilien. Begünstigt werden 2 Kindergärten, 2 Primar- und 2 Sekundarschulen, welche bisher eine geringe Bildungsqualität, hohe Schulabbruchraten und eine unzureichende schulische Infrastruktur aufwiesen. Zudem werden rund 80 besonders arme Familien durch Einkommensprojekte unterstützt.

Kambodscha erlebt in den letzten Jahren eine stetige Entwicklung in den Zentren. Auf dem Land kommt der Fortschritt aber kaum an. Die Infrastruktur und das Angebot in den Bereichen Bildung oder Gesundheit sind hier oft minimal. Im Distrikt Teuk Phos, in dem das Hilfsprojekt durchgeführt wird, leben 86% der Einwohner von der Landwirtschaft. Die Produktivität und die Einkommen sind sehr niedrig, weshalb einige Familien als Saisonarbeiter in andere Regionen gehen müssen. Für viele Kinder ist ein regelmässiger Schulbesuch nahezu unmöglich: Sie ziehen immer wieder mit den Eltern um, haben stundenlange Schulwege, müssen bei der Feldarbeit helfen oder ihre Eltern können sich das Schulmaterial nicht leisten. Deshalb soll durch das Hilfsprojekt  «Vieng Vey»  nicht nur die Schulausbildung der Kinder, sondern auch die Einkommenssicherheit der Familien gefördert werden.

  • Die geförderten Schulen sind öffentliche Schulen und werden nach Projektschluss vom Staat weiter betrieben. Die Fortschritte bis zum Standard einer kinderfreundlichen Schule bleiben erhalten
  • Die Sensibilisierungs-Kampagnen für den Wert der Bildung erzielen eine nachhaltige Wirkung. Dies hat die Auswertung der Vorgänger-Projekte gezeigt
  • Die Einkommensprojekte für arme Familien sind nachhaltig angelegt. Sie erhöhen die Einkommen aus der Landwirtschaft, so dass alle Kinder der Familie die Schule besuchen können
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