Laos: Schulen für Kinder der Phouthai und Mangkong

Kinder in Laos

Das Hilfsprojekt «Honghian Ban Hao» (unsere Dorfschule) ermöglicht den Aufbau kinderfreundlicher Grundschulen in Laos. Es unterstützt in erster Linie Familien aus den Minderheiten der Phouthai und Mangkong, für deren Kinder die Schulen bestimmt sind. Partner des Projekts sind staatliche Primarschulen, in die aber kaum investiert wird - weder in die Infrastruktur, noch in die Unterrichtsqualität. Die Schulkinder der 12 Partnerschulen erhalten die Chance, nicht nur die Schule zu besuchen, sondern dabei auch etwas zu lernen! Das Kinderrecht auf Bildung wird für sie wahr. Das Projekt wirkt im ländlichen Distrikt Atsaphone in der Provinz Savannakhet (Süd-Laos). Vom wirtschaftlichen Fortschritt in Laos ist hier wenig zu spüren. Die Dorfbewohner sind arme Bauern. Echte Bildung für ihre Kinder eröffnet eine Chance auf Beteiligung am gesellschaftlichen Prozess und an der Entwicklung für sie. Das Projekt wird durch eine Partnerschaft von laotischen NGOs mit CO-OPERAID möglich.


Rund 800 Schulkinder jährlich

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12 Primarschulen

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Rund 1000 Familien jährlich

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laos Kinderfreundliche Schulen

Kinderfreundliche Schulen

Es werden Primarschulen entwickelt, die geeignete Lernbedingungen für Kinder bieten. Die Schulgebäude und Schulumgebung werden verbessert, inklusive Spiel- und Sportmöglichkeiten. Der Unterricht gewinnt an Qualität und eröffnet einen positiven Zugang zum Lernen. Die Eltern werden in Schulfragen einbezogen, damit der Wert der Bildung gestärkt wird. Öffentliche Schulanlässe und Abgabe von Schulmaterialien werben zusätzlich für die Bildung.

Es wird ein umfassendes Angebot für die Weiterbildung von Lehrpersonen erstellt. Sie sind oftmals mangelhaft ausgebildet und werden von den Bildungsbehörden nicht betreut. Workshops, Schulaustausch und Preise für den besten Unterricht bringen neue Ideen und neue Motivation an die Schulen. Zusatzfächer und spielerische Ansätze erlauben mehr Gestaltungsraum.

Lehrer-Weiterbildung in Laos
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Das Hilfsprojekt wird innerhalb eines lokal verankerten Netzwerkes realisiert. Drei lokale Hilfsorganisationen erbringen Leistungen (Gesamtverantwortung, Lehrer-Weiterbildung, Landwirtschaft). Auf Schulebene werden Lehrerteams und Eltern-Komitees aktiv. Die Kunstschule und die Berufsschule von Savannakhet steuern kreative und handwerkliche Leistungen bei. Mit der Bildungsbehörde besteht ein enger Austausch, da ihr die Dorfschulen unterstehen.


Häufige Fragen


Das Projekt dauert von Januar 2020 bis Dezember 2021.

Durchgeführt wird das Hilfsprojekt an 12 Schulen im Distrikt Atsaphone, Provinz Savannakhet, im Süden von Laos.

Das verantwortliche lokale Hilfswerk heisst ARMI (Association for Rural Mobilisation and Improvement). Es ist ein national registriertes laotisches Hilfswerk mit Sitz in Savannakhet. ARMI will zu einem positiven Wandel in der Gesellschaft von Laos beitragen. Neben dem Bildungsprojekt "Honghian Ban Hao" führt ARMI vor allem Projekte zur Ernährungssicherung durch.

Das Projekt «Honghian Ban Hao - unsere Dorfschule» will die ländliche, bäuerliche Bevölkerung unterstützen. In erster Linie profitieren Familien aus den ethnischen Minderheiten der Mangkong und Phouthai von den Projektleistungen.

Laos ist das Land mit der grössten ethnischen Vielfalt in Südostasien. In abgelegenen Gebieten fehlt es oft an Strassen, Schulen und einer guten Gesundheitsvorsorge. So auch in der Projektregion. Trotz vermehrten ausländischen Investitionen ist die Infrastruktur im kleinräumigen, bergigen Land noch immer wenig entwickelt.

Die Bildungsquote ist in Atsaphone besonders tief. Zwar gehen mehr Kinder zur Schule als in der Vergangenheit. Der Lernerfolg ist aber sehr gering. Kaum jemand erwirbt höhere Bildung, da der Wert der Bildung nicht erkannt wird. Eine staatliche Entwicklung des Bildungssektors ist nicht zu spüren. Damit sich die ethnischen Gemeinschaften in Atsaphone aktiv an der Entwicklung ihres Landes beteiligen und sich einbringen können, ist Bildung einen unverzichtbare, dringende Investition.

Die durch das Hilfsprojekt in Laos geförderten Dorfschulen sind Einrichtungen des nationalen Bildungssystems. Die Lehrpersonen werden von der Regierung angestellt und bezahlt. Nach Projektende werden alle Schulen unter der Verantwortung der Bildungsbehörde weiter betrieben - in einem deutlich verbesserten Zustand. Die Weiterbildungen und Zusammenarbeit mit den Lehrerteams und Eltern-Komitees vermitteln bleibende Impulse. Die Projektumsetzung in einem Netzwerk von einheimischen, verantwortlichen Akteuren - lokale NGOs, Schulen, Lehrer, Eltern - erzeugt ein gemeinsames Engagement der laotischen Zivilgesellschaft. Dieser Einsatz für die eigene Gesellschaft ist ebenfalls ein sehr wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeit. 

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