Grundschulbildung in Afrika und Asien: immer mehr Kinder gehen zur Schule

Schulkinder in der Primarschule von Kampong Os, Kampong Chhnang, Kambodscha.Erfreulicherweise hat die Zahl der Schulkinder in der Primarschule weltweit stark zugenommen. Zwischen 1999 und 2008 gingen in Afrika südlich der Sahara 11 Millionen Kinder mehr zur Schule und in Süd- und West-Asien 29 Millionen. Während im Jahr 1999 noch 108 Millionen Kinder keine Schule besuchten, waren es 2010 nur noch 61 Millionen.

In den 58 unterentwickelten Ländern der globalen Partnerschaft für die Bildung (www.globalpartnership.org) schliessen heute 72% der Kinder die Primarschule ab (56% im Jahr 2000). 77% der jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren sind alphabetisiert. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist viel kleiner geworden und ist weiterhin rückläufig.

Die Erfolge im Bildungsbereich sind nicht zuletzt den internationalen Hilfsorganisationen zu verdanken – auch CO-OPERAID leistet einen kleinen, aber dennoch wichtigen Beitrag. Bis zum Ziel der «Bildung für alle» bleibt aber ein weiter Weg. Das grösste Hindernis ist die Armut. Kinder aus sehr armen Familien, in abgelegenen Regionen, aus nomadischen Gruppen und Kinder mit Behinderung werden am häufigsten von der Bildung ausgeschlossen.

CO-OPERAID verbessert den Zugang zur Grundschulbildung durch die Unterstützung von vorwiegend ländlichen Schulen in Afrika und Asien, denen nur minimale Budgets zur Verfügung stehen. Unsere Projekte verbessern die Infrastruktur (Bauten, Renovationen, Tische, Bänke) und sorgen für genügend Lern- und Lehrmittel. Sanitäre Anlagen und Hygiene-Aktivitäten werden gestartet. Die Schulkinder fördern wir durch die Abgabe von Schuluniformen, Schulmaterialien oder Velos, wenn die Schule zu weit weg ist. Mit einer kompletten, neuen Schulausrüstung gehen diese Kinder stolz und motiviert zur Schule.

Gleichzeitig mit einem erleichterten Zugang zur Grundschulbildung zielen unsere Projekte auf eine verbesserte Qualität des Unterrichts. Denn der Wissensstand der Schüler/innen bleibt oft sehr tief, sogar wenn sie die Primarschule abschliessen. CO-OPERAID fördert darum Weiterbildungen der Lehrerschaft und der Schulleitung. Komitees aus Lehrer/innen und Eltern werden gebildet, die sich Ziele betreffend der Entwicklung ihrer Schule setzen. Kampagnen vermitteln den Wert der Bildung, so dass sich die Eltern vermehrt der Bildung ihrer Kinder annehmen.

Die Projekte von CO-OPERAID sind als ganzheitliche Projekte zu verstehen, bei denen die Bildung im Zentrum steht, die aber eine umfassende Entwicklung in den Schulgemeinden anstossen wollen. So werden an den Schulen oft auch handwerkliche Fähigkeiten vermittelt, es wird Aufklärung betrieben (Aids, allgemeine Gesundheitsthemen, Familienplanung, Integration von Benachteiligten), Sport und Spiel werden gefördert und Gesundheitsdienste werden angeboten. Einkommensprojekte bekämpfen die Armut der Familien der Schulkinder.

Bildung für Chamleng aus Bangladesch

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